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Chor der aversiven Anspannung

Geplantes Chorprojekt im Rahmen der Ausstellung des Neuen Museums Nürnberg „30 Künstler 30 Räume“

in Zusammenarbeit mit dem Borderline-Trialog Nürnberg, initiiert durch Herrn Ulf Aminde

Geplant ist, dass am Mittwoch den 23.05.2012 im Milchhof/Kunstverein Nürnberg, eine chorische Aufführung stattfindet, aktueller Arbeitstitel ist

„Chor der aversiven Anspannung“.

Vorher ist geplant, dass im Zeitraum von ca. einer Woche, wahrscheinlich eher abends, evtl. auch einem Wochenende, Herr Aminde in Nürnberg ist und gemeinsam mit den Teilnehmern der Choraufführung den Inhalt entwickelt, es wird darum gehen, Texte entweder selbst zu erstellen oder vorgegebene Texte zu sprechen und zur Darstellung zu bringen.

Ziel ist, die Situation Borderlinebetroffener zur Darstellung zu bringen, in möglichst vielen Facetten, d.h. auch unter Beiträgen von Angehörigen und Profis, weiteres Ziel ist, das ja eher meist ungünstige, vorurteilsbehaftete Bild, das in der Gesellschaft zur Borderlineproblematik besteht, zu korrigieren oder zumindest zu ergänzen.

Es gibt bisher einen weiteren sicheren Termin, das ist der 15.03.2012, hier wird im Rahmen des Borderlinetrialog-Blockseminars von 18.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr ein gemeinsames vorbereitendes Gespräch mit Herrn Aminde stattfinden.

Interessierte können sich auch gerne an mich wenden, z.B. unter E-mail Christine.Bofinger(at)klinikum-nuernberg.de

17.02.2012
Dr. Christine Bofinger
Oberärztin

Infos vom Künstler Ulf Aminde

Liebe möglichen Teilnehmer eines Chorprojektes !

Ich möchte Sie herzlich einladen an einem chorischen, szenischen Arbeiten für eine (filmische) Aufführung vor Publikum teilzunehmen !
Ob wir dabei live auftreten, oder während unseres Projektes filmen und diesen Film dann zeigen, werden wir gemeinsam entscheiden.

Ich bin Künstler und Arbeite mit Hilfe von Theater und Film. Zusammen mit anderen Menschen, die ich ermuntere teil zu nehmen, erarbeite ich Projekte, die versuchen Menschenbilder, Menschenportraits zu erzeugen.
Sehr interessiert bin ich, (aus eigener Erfahrung), an Krisenartigen Lebensentwürfen und den Versuchen damit umzugehen. Gerne bin ich bei einem Treffen bereit aus meinem Leben zu berichten. Da kann ich sehr schnell verständlich machen was ich mit "Krise und Versuchen diese zu meistern" meine...

Ich bin sehr interessiert Sie kennen zu lernen und möchte Sie zu einem Sprechchor einladen. Dabei wäre es möglich sich mit dem Märchen von Hans mein Igel zu beschäftigen, dem Märchen in dem jemand eine Igelhaut trägt, ohne zu realisieren, dass er damit andere verletzt. In dem Märchen wird deutlich wie es dazu gekommen ist, dass man sich eine Igelhaut überstreift, es werden aber auch die Folgen davon gezeigt.

Gerne können wir aber auch eigene Texte schreiben und einfliessen lassen.

Zeitlich denke ich dass es wichtig wäre in einen Arbeitsprozess zu kommen und daher eine ganze Woche am Stück (wenn auch nur abends) zu arbeiten. Ich bin Realist genug um deutlich zu sagen, dass man dabei auch mal fehlen werden kann. Toll wäre auch noch ein Wochenende dran zu hängen.
 
Das alles ist sicherlich sehr neu und unvorstellbar für Sie. Ich habe aber grosses Vertrauen darin, dass mit Lust und Elan sehr schnell eine besondere gemeinschaftliche und künstlerische Erfahrung für ALLE Beteiligten entstehen kann.

Gerne würde ich Sie baldmöglichst treffen und kennen lernen. Da wäre es möglich sich zusammen zu überlegen, wie so etwas aussehen könnte.

Ulf Aminde

16.02.2012