Diagnostik einer Borderline-Störung
Orientiert man sich an dem aktuellen Stand der Wissenschaft, kann man die Borderline-Diagnose ab dem 12. Lebensjahr stellen.
Meist beginnt die Symptomatik auch mit Beginn der Pubertät, um das 13. Lebensjahr herum. Dies kennzeichnet eine Persönlichkeitsstörung, dass die Symptome in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter beginnen. Um den Verdacht abzuklären, wendet man sich an einen Facharzt oder einen Psychotherapeuten. Eine gründliche zeitgemäße Diagnostik umfasst mehrere Tests, Fragebögen und unbedingt auch ein persönliches Interview nach vorgegebenen Fragen. Es gibt bspw. eine Boderline-Symptomliste, mit der auch die Ausprägung der Borderline-Störung abgebildet werden kann.
Jugendliche, die unter 18 Jahre alt sind, müssen sich an einen Kinder- und Jugendpsychiater wenden, an die Ambulanz einer Kinder- und Jugendpsychiatrie oder an einen Psychotherapeuten für Kinder- und Jugendliche. Allerdings vertreten nicht alle Jugendpsychiater- und Therapeuten die Ansicht, dass man die Borderline-Diagnose auch schon im Jugendlichenalter stellen kann. Viele vertreten die Meinung, man sollte abwarten, bis die Persönlichkeitsentwicklung abgeschlossen ist und erst ab 18 oder 20 die Diagnose vergeben. Möchte man selbst als Eltern oder betroffener Jugendlicher mit dem Verdacht auf Borderline nun nicht abwarten und beobachten, ob eventuell noch mehr Symptome dazu kommen, muss man Fachleute finden, die einer frühen Diagnostik gegenüber aufgeschlossener sind. In Mannheim gibt es beispielsweise ein Adoleszentenzentrum, das auch stationäre Angebote für Borderline-Betroffene Jugendliche vorhält.
https://www.zi-mannheim.de/behandlung/adoleszentenzentrum.html
Bei Erwachsenen ist die Erwachsenen-Psychiatrie zuständig, oder eben ein niedergelassener Psychiater oder Therapeut. In Nürnberg beispielsweise kann man sich an die
Psychiatrische Institutsambulanz wenden, um dort Termine für eine Diagnostik zu bekommen.





